Veranstaltungen

TecDay und TecNight 2018

Ein- bis zweimal jährlich veranstaltet die Schweizerische Akademie der technischen Wissenschaften (SATW) eine TecNight. Der Andrang an der Kantonsschule Obwalden war gross. Er zeigt, dass sich nicht nur Kantonsschülerinnen und -schüler für technische Themen interessieren, sondern auch die breite Öffentlichkeit.

Im Anschluss an den TecDay fand am 23. Januar 2018 an der Kantonsschule Obwalden in Sarnen die insgesamt eine TecNight statt. Die TecNight bietet Einblicke in die Welt von Technik und Naturwissenschaften und zeigt, wie diese unseren Alltag prägen. Im Gegensatz zu den TecDays, die sich nur an Schülerinnen und Schüler richten, sind bei der TecNight alle willkommen. Entsprechend gross war auch der Andrang. Rund 500 externe Besucher nahmen teil. Die SATW konnte wiederum ein vielseitiges Programm zusammenstellen, mit Themen wie Brückenbau, Geothermie, neuronale Netzwerke, Quantencomputer, Robotik und vielem mehr. Insgesamt 26 Referate sowie drei Talks standen auf dem Programm. «Mich motiviert es, jungen Menschen zu zeigen, dass Technik nicht nur Mathematik und Physik ist, sondern auch Psychologie und andere Bereiche umfasst», so Prof. Erich Styger, Hochschule Luzern. In seinem Referat zeigte er auf, wie man Lügen auf die Spur kommt. Ein herzliches Dankeschön an alle Referentinnen und Referenten für ihren grossen Einsatz.

Politikplanspiel an der Kantonsschule Obwalden

Die Studierenden der 6. Klassen arbeiten im Schuljahr 2017/18 im Rahmen des Geschichtsunterrichts an einem Simulationsspiel, bei dem sie den Gesetzgebungsprozess auf kantonaler Ebene aktiv durchspielen.

Die Studierenden sollen dabei in die Rolle von Initiativkomitees und Politikern schlüpfen und die einzelnen Abläufe möglichst authentisch miterleben können. In einer ersten Phase werden Ideen entwickelt, was man politisch im Kanton Obwalden verändern könnte. Aus diesen Ideen entstehen konkrete Vorhaben, die in Form von kantonalen Volksinitiativen ausgearbeitet werden. Wie in der Realität geht es anschliessend darum, für diese Begehren die benötigten Unterschriften beim "Volk" (den Schülerinnen und Schülern der KSO) zu sammeln. Dabei werden die Studierenden Anlässe an der Schule veranstalten. Ziel ist es, dass die gesamte Schülerschaft mit diesen Anliegen konfrontiert wird und damit eine breite Debatte an der Schule stattfinden wird.

Nach den Fasnachtsferien spielen die 6. Klassen den Verlauf mit dem parlamentarischen Prozess und der Information der Stimmberechtigten weiter durch. Abschliessend findet im Mai eine Debatte im Ratshaus Sarnen statt, bei denen die Studierenden der 6. Klassen in die Rolle der Kantonsräte schlüpfen.

Der gesamte Ablauf ist ein Spiel! Weder haben Unterschriften rechtliche Gültigkeit, noch widerspiegeln die Themen der fiktiven Initiativen die Haltung der Schule.

1. Preis beim Wettbewerb „Es singt die Frankophonie“.

Die Maturaklasse 6b der Kantonsschule Obwalden gewinnt 2017 den Wettbewerb „Es singt die Frankophonie“.

Im Rahmen der SLFF (semaine de la la langue française et de la francophonie) wurde der Wettbewerb „Es singt die Frankophonie“ angeboten. Ziel des Wettbewerbs war es, Sekundarstufe I und II – Schüler der deutschen Schweiz und des Tessins durch die Musik für das Französische und für die französische Kultur zu begeistern.

Unter dem Lead von Raphael Relja und Joël Wyss aus der Maturaklasse 6b ist ein Song mit dazugehörigem Musikvideo entstanden, das Ausschnitte aus dem Schulalltag und aus der Liedproduktion zeigt. Die grosse Arbeit hat sich gelohnt, denn das Endprodukt überzeugte die Jury.

Am Donnerstag, den 16.03.2017, während der Eröffnungsfeier der SLFF, wurden Frau Giuseppina Iantosca und die Klasse 6b in die Dampfzentrale nach Bern eingeladen, um den 1. Preis entgegenzunehmen und das Lied vorzuspielen. 

Website SLFF (inkl. Video)

Lukas Bärfuss überrascht Kantischüler mit seiner menschlichen Art

Anfang Januar 2016 lud die Kantonsschule Obwalden den in den Medien eher als arrogant und unnahbar dargestellten Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss zu einer Diskussionsrunde nach Sarnen ein. Im behaglichen Theatersaal des alten Gymnasiums stellte sich der international bekannte Autor den Fragen der neugierigen Schülerinnen und Schülern und überraschte durch seine lockere und menschliche Art.

Zu Beginn des Anlasses brachen die Moderatorinnen das Eis zwischen dem Schweizer Buchpreisträger und den wissenshungrigen jungen Leuten, indem sie ihn mit einigen Statements konfrontierten. Auf die Behauptung, er sei die schärfste und kritischste Stimme der Schweiz, antwortete Lukas Bärfuss, dass Meinungsfreiheit ein wichtiges Gut sei und man davon Gebrauch machen solle. Er überzeugte mit seinen geschickt formulierten Antworten, mit denen er seine Meinung präzise auf den Punkt brachte.

In seinem Essay «Die Schweiz ist des Wahnsinns», das im vergangenen Herbst wegen seiner massiven Kritik an die Schweiz hohe Wellen geschlagen hatte, kritisierte in seinem brachialen Rundumschlag unter anderem die Wirtschaft, die Medienlandschaft der Schweiz und den in der Schweiz grassierenden Populismus. Eine Frage aus dem Publikum lautete daher: «Was würden Sie an der Schweiz ändern, wenn Sie könnten?» Bärfuss erwiderte, dass es auch Menschen brauche, die kritisieren würden, ohne selber eine Lösung zu kennen.

Anschliessend stellte er sein Buch «Koala» vor, für das Bärfuss im Jahr 2014 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet worden war. Das Buch thematisiert den Suizid seines Bruders, dessen Pfadinamen Koala war. In Bezug auf seinen Roman «Koala» wollte jemand aus dem Publikum wissen, ob das Buch ihm geholfen habe, den Selbstmord seines Bruders zu verarbeiten. Er verneinte diese Frage, da die Verarbeitung im Vorfeld stattgefunden habe. Er habe es als wichtig empfunden, das Thema Selbstmord in der Öffentlichkeit zu thematisieren.

Zuletzt brachte er den aufmerksamen Studierenden das Bühnenstück «Parzival» näher, das in diesem Jahr vom Ensemble des Kollegitheaters gespielt wird. In Bärfuss’ Adaption des Parzival von Wolfram von Eschenbach wächst Parzival in der Wildnis auf. Er soll vor der ritterlichen Welt beschützt werden. Durch Zufälle entwickelt sich Parzival letzten Endes doch zum Artusritter und sogar zum Beschützer des Heiligen Grals.

(Text: Julia Odermatt, Leart Sejdiu, Michèle Kaufman)