Neben den Wissensgrundlagen und Erkenntnissen, welche wir uns im Laufe der Zeit aneignen werden immer häufiger auch andere Fähigkeiten und Kompetenzen verlangt.
Die Maturaarbeit verlangt von den Studierenden, sich über eine längere Zeit auf ein wachsendes und sich veränderndes Projekt einzulassen und es zu einem sinnvollen Abschluss zu bringen. Für Projekte kennzeichnend ist, dass vermehrt dem Prozess (dem Wie) und weniger dem Thema (dem Was) Bedeutung zukommt. Das heisst konkret: Sich selbst aus eigener Motivation für ein Thema zu interessieren, sich darin kritisch-forschend zu vertiefen und sich selbständig die nötigen Kenntnisse anzueignen. In der Folge entsteht eine wissenschaftliche Arbeit die den vorgegebenen Kriterien standhält.
Die Maturaarbeit soll also dazu beitragen, dass die Studierenden ihr erlerntes Handwerk aus dem Gymnasium in einer grösseren eigenständigen Arbeit anwenden können und eine nachhaltige Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten erlangen. Sie soll ihre überfachlichen Kompetenzen erweitern und verinnerlichen.
Die Maturaarbeit verschafft einerseits jedem Gymnasium, vor allem aber auch allen Studierenden die Möglichkeit, dem individuellen gymnasialen Weg ein ganz persönliches Profil zu verleihen. Spezifische Merkmale der Maturaarbeit an der Kantonsschule Obwalden sind:
Die Maturaarbeit ist für alle Beteiligten eine Herausforderung und eine Chance zugleich, der gymnasialen Ausbildung einen neuen Akzent zu setzen und das angeeignete Wissen und die erworbenen Fertigkeiten in intensiver, ausdauernder und ganzheitlicher Auseinandersetzung praktisch anzuwenden.