Maturaarbeit

Die Maturaarbeit an der Kantonsschule Obwalden ist eine überfachliche Projektarbeit, die  prozesshaft angelegt ist. Jede Phase wird einzeln bewertet. «SchülerInnen müssen alleine oder in Gruppen eine grössere, eigenständige, schriftliche und schriftlich kommentierte Arbeit erstellen und präsentieren» (aus Art. 10 des Maturitäts­an­erkennungs­reglements).

Neben Wissensgrundlagen und Erkenntnissen, welche wir uns im Laufe der Zeit aneignen sind immer häufiger auch andere Fähigkeiten und Kompetenzen wichtig. Die Maturaarbeit verlangt von den Studierenden, sich über ein Jahr auf ein wachsendes und sich veränderndes Projekt einzulassen und es zu einem sinnvollen Abschluss zu bringen. Für Projekte kennzeichnend ist, dass vermehrt dem Prozess (dem Wie) und weniger dem Thema (dem Was) Bedeutung zukommt. Das heisst konkret: Sich selbst aus eigener Motivation für ein Thema zu interessieren, sich darin kritisch-forschend zu vertiefen und sich selbständig die nötigen Kenntnisse anzueignen. In der Folge entsteht eine wissenschaftliche Arbeit die den vorgegebenen Kriterien standhält.

Die Maturaarbeit soll dazu beitragen, dass die Studierenden ihr erlerntes Handwerk aus dem Gymnasium in einer grösseren eigenständigen Arbeit anwenden und vertiefen können und eine nachhaltige Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten erlangen. Die Maturaarbeit soll sowohl die fachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studierenden als auch ihre überfachlichen Kompetenzen erweitern.

Merkmale der Matruaarbeit an der Kantonsschule Obwalden

Die Maturaarbeit verschafft einerseits jedem Gymnasium, vor allem aber auch allen Studierenden die Möglichkeit, dem individuellen gymnasialen Weg ein ganz persönliches Profil zu verleihen. Spezifische Merkmale der Maturaarbeit an der Kantonsschule Obwalden sind:

  • Die Studierenden sind frei in ihrer Themenwahl. Die Wahl orientiert sich an den vier Grundtypen:
    a. Untersuchung
    b. Kreative Produktion
    c. Technische Produktion
    d. Organisation einer Veranstaltung
  • Die Studierenden sind frei in der Wahl der betreuenden Lehrperson (Coach) aus dem Kollegium.
  • Die Zusammenarbeit der Studierenden erfolgt über ein Mentorat bestehend aus dem Coach und einem Co-Referenten (Fachexperte/in).
  • Die Maturaarbeit ist eine prozessorientierte Projektarbeit und unterscheidet sich durch ein eigenständiges fachliches Verfahren von einer reinen Facharbeit.

Die Maturaarbeit ist für alle Beteiligten eine Herausforderung und eine Chance in der gymnasialen Ausbildung eigene Akzente zu setzen und das angeeignete Wissen und die erworbenen Fertigkeiten und Fähigkeiten in intensiver, ausdauernder und ganzheitlicher Auseinandersetzung praktisch anzuwenden.

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