Das Konzept mit klar abgestecktem Rahmen bietet Raum für kreative Ideen mit deren praktischen Umsetzung. Verlangt wird eine vernetzte Anlage und Struktur des Projektes: Die Problem- oder Fragestellung soll mit dem erarbeiteten Wissen und den angeeigneten Fertigkeiten sowie der praktischen Arbeit und dem Produkt eine Einheit bilden. Diese Forderungen zu erfüllen verlangt neben Sachkompetenz auch einen hohen Anteil an Sozial- und Selbstkompetenz, vor allem wenn es um das Verhandeln von Ideen, Organisationsformen, Arbeitsteilungen und Problemlösungsstrategien geht.
In diesem Sinne ist die Projektwoche ein Übungsfeld für Kommunikation, Planung und Reflexion für alle Beteiligten, nicht zu vergessen auch für die Lehrpersonen, welche das Projekt begleiten und betreuen. Hauptziel ist nicht das beste Produkt, welches am Ende der Woche präsentiert wird. Vielmehr ist es der Prozess und die Dokumentation der Auseinandersetzung, die zum Gesamtergebnis führt.
Nicht alle Projekte werden gleich erfolgreich sein. Diese Tatsache existiert überall, wo projektorientiert gearbeitet wird. Die kontinuierliche Evaluation der Projekte und der Projektwoche mit Hilfe vorgegebener, transparenter Qualitäts-Standards und Meta-Coaching-Treffen sorgt für ein möglichst hohes Qualitätsbewusstsein aller Beteiligten.
Die Projektwoche verfolgt im Grundsatz die gleichen Ziele wie die Maturaarbeit. Sie soll als Übungsgefäss für die Maturaarbeit genutzt werden. Der wesentliche Unterschied ist sicherlich der Anspruch an eine hohe Teamfähigkeit innerhalb einer Gruppe. Da die Projektwoche im Unterschied zur Maturaarbeit immer in Gruppen stattfindet ist die Schwerpunktchance sicherlich die Förderung der Teamfähigkeit. Nirgends haben wir im Schulalltag so intensiv und über eine längere Zeit direkt im Team zu arbeiten um all die Facetten kennen zu lernen und zu üben.